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Freitag 23.10.2009
Treffpunkt 15:15 Uhr am MC Donalds am Kölner Hbf
12 Kinder und 4 Erwachsene machten sich um 15:46 Uhr mit dem Eifel - Express auf dem Weg. Eine Stunde später kamen wir in Kall an und mussten dort in ein Taxibus umsteigen, der uns bis ins Kloster Steinfeld fuhr. Die Kinder die noch nie auf große Fahrt waren staunten nicht schlecht, als wir durch die Pforte fuhren. Unsere Kleinste Sina verglich es mit einem Schloss.
Alle zusammen bezogen wir unsere Zimmer. Dies war grade bei den Mädels gar nicht so einfach (Wer geht mit Wem in ein Zimmer???). Nach dem sich alle gefunden hatten gingen wir zusammen zum Abendessen. Was sehr guten Anklang fand.
Nach dem Abendessen hatten die Kinder Zeit ihre Betten zu beziehen und sich ein wenig umzuschauen.
Um kurz vor 20 Uhr trommelte ich alle Kinder zusammen und wir machten eine Nachtwanderung (immer mit dem Gedanken im Kopf "Dann schlafen die besser heute Nacht"). Auf halber Strecke setzten wir uns auf eine Bank und lauschten den Worten von Karl Heinz Köckeritz über die Eifel und über Kloster Steinfeld. Die Kinder hörten sehr aufmerksam zu (was sich hinterher noch herausstellen sollte). Kurz vor dem Kloster bogen wir rechts ab und gingen ein Stück an der Klostermauer entlang, das war der Augenblick wo die Kinder den Friedhof von Steinfeld entdeckten. Man sah nur die roten Lämpchen die brannten, aber Grund genug für einige Mädels an die Hand eines Erwachsenen zu flüchten. Um die Kinder ein wenig abzulenken, sollten sie ein großes verwunschenes Tor suchen. Gesucht und gefunden, stellte eins der Kinder fest "Das ist ja hier wie bei Harry Potter". Ein dunkler Weg führte uns über geheime Treppen in den Klostergarten in dem ein sprudelnder Brunnen stand. Wir versammelten uns üm ihn herum und Karl Heinz Köckeritz warf eine Münze hinein und die Kinder sollten sich alle etwas wünschen. Eine lange Treppe führte uns dann wieder in den Innenhof des Klosters. Am Schwimmbad vorbei gingen wir noch durch die Fiehgasse und kamen nach etwas mehr als eine Stunde vor unserem Haus an.
Nun wollten die Kinder schnell ihr Schlafanzüge anziehen und in ihren Zimmern verschwinden. Was klar war, das die Pänz öfter mal die Zimmer wechselten, um die im andern Zimmer zu besuchen und umgekehrt. Also nichts mit Nachtruhe. Die drei Jungs spielten erstmal ganz friedlich in ihrem Zimmer Monopoli, wurden aber immer wieder von den Mädchen per Klopfen an der Tür gestört. Das anmeierte natürlich wiederum die Jungs die Mädels etwas zu ärgern. Jutta (Mama von Selina die mitgefahren ist) und ich versuchten immer wieder Ruhe in die Zimmer zu bringen, was zwar für einige Minuten klappte, aber wehe wir waren um die Ecke, ging das Spiel von vorne los. Bis zu einer gewissen Uhrzeit war das auch Lustig, wir wollten ja nicht also Spielverderber da stehen, doch um 02:30 Uhr wurde die absolute Nachtruhe ausgesprochen. Einige behaupteten zwar sie wären um 5 Uhr noch wach gewesen, aber das konnte so nicht ganz stimmen, da ich um 3 Uhr einen Kontrollgang gemacht habe und da alle am schlafen waren.
Samstag 24.10.2009
Weckzeit 8:30 Uhr
Im 9 Uhr gingen wir alle zusammen zum Frühstück. Die Erlebnisse der Nacht wurden ausführlich erzählt. Gestärkt ging es nach dem Frühstück ab nach draußen. Ein kleiner Flohmarktladen im Kloster hatte seine Pforten geöffnet, so dass die Kinder erstmal stöbern müssten. Große Bilder wurden gekauft, Schwimmflossen und Taschenrechner waren auch dabei. Es half nichts den Kindern zu sagen dass sie das ja alles schleppen müssten wenn wir nach Hause fahren. Danach besuchten wir die Klosterkirche. Die Kinder waren überwältigt von den Bildern und bunten Fenstern, der großen Kirchenorgel. Florian schaute sich einem Beichtstuhl mal von Innen an, aber da hab ich ihn dann weg geholt. In der Mitte der Kirche stand ein riesiger Marmorsarg des heiligen Hermann Josef. Nachdem ich den Kindern erklärte dass dort der Heilige begraben sei, gingen erstmal alle Hände wieder weg von dem Marmor. Sie hatten ihn nämlich beäugt und angefasst. Alle Kinder waren begeistert von der Stille und waren selber auch ganz ruhig und still. Aus der Kirche raus mussten wir erstmal auf Florian warten der mal ganz dringend auf Toilette musste. Ich musste zwei Kinder schicken damit er mal was schneller machte. Durch einen Tür in der Mauer betraten wir dann den Klostergarten. Pflaumenbäume, Maulwurfhügel, alles Dinge die die Kinder interessant fanden. Die Aussicht auf einige Berge beflügelte uns die Kinder ein wenig zu verschaukeln. Jutta zeigte auf einen Berg und meinte " Schaut mal Kinder, da hinten kann man den Dom sehen" prompt kam von einigen "Jaaa, da hinten sieht man den Dom". Kinder, wir haben wirklich sehr gelacht über euch. Wir haben es auch nicht aufgeklärt. Über eine Wiese und einige Treppen herunter gingen wir zu dem Brunnen den wir schon nachts besucht hatten. Die Kinder sollten nun Zweige sammeln, die wir für eine spätere Bastelaktion benötigten. Auf dem Weg in den Klosterhof fand Karl Heinz Köckeritz eine alte Tür, die er öffnete "Oh ein Geheimgang, das gab es früher im Kloster". Dies beflügelte unsere Jungs, die später zurückkommen wollten und nachschauen wollten ob es stimmte was Karl Heinz sagte. Ich konnte die Aktion grade noch stoppen und habe den Jungs ins Gewissen geredet es nicht zu tun, denn wer weiß wo dieser Gang endet und ob es dort Stellen gibt wo man sich verletzen könnte. Ich wollte schließlich mit allen Kindern wieder in Köln ankommen.
Das Mittagessen war einfach nur Spitze. Hänchenbrust, entweder mit Sauerkraut und Püree, oder Erbsen oder Spagetti mit Paprika Sahnesauce, zum Nachtisch gab es Vanillepudding.
Um 15 Uhr wollten wir alle schwimmen gehen. Alle schnappten sich ihr Badesachen und gingen in Richtung Schwimmbad. Ich machte mich auf den Weg den Schlüssel zu besorgen. An der Pforte angekommen suchte die Dame alle Schlüssel durch und konnte den für das Schwimmbad nicht finden. Sie schickte mich ins Gästehaus um dort nach zuschauen ob der Schlüssel dort ist. Aber dort angekommen musste ich feststellen das das Büro geschlossen war, also wieder zurück zur Pforte. Die Dame versuchte wirklich alles um den Schlüssel aufzutreiben. Sie versuchte Pater Lambertus anzurufen, aber der ging nicht ans Telefon, sie telefonierte mit zwei anderen Patern, aber auch da konnte man ihr nicht weiterhelfen. Die anderen standen ja immer noch vor dem Schwimmbad und warteten auf mich. Der Dame tat es sehr leid und vertröstete uns auf den Abend, sie würde alles daran setzen den Schlüssel zu bekommen. Leider musste ich nun die anderen davon in Kenntnis setzen das Schwimmen ausfiel. Ihr hättet mal die Gesichter der Kinder sehn sollen, die taten mir wirklich Leid. Nun mussten wir etwas improvisieren. Zwei Stunden spielten wir ein Suchspiel. Die Kinder in drei Gruppen eingeteilt, bekamen sie von mir die Vorgabe sich ein Versteck für einen Schatz auszusuchen. Die Schwierigkeit, sie durften aus den Zimmern nicht raus und mussten zusammen beratschlagen wo ich ihren Schatz verstecken sollte. Alle Schätze versteckt konnte das Spiel starten. Als kleine Schwierigkeit hatte ich noch etwas eingebaut. Jeder Gruppenspieler hatte einen Strohhalm, den, wenn der Gegner ihn in die Finger bekam als Joker einsetzen konnte, um einen Tipp von mir zu bekommen der näher an das Versteck der gegnerischen Mannschaft heranführte. Zwei Stunden waren die Kinder auf unserer Etage unterwegs um der anderen Mannschaft entweder den Strohhalm abzuluchsen oder das Versteck zu finden. Der ein oder andere Strohhalm gelangte dann auch zu mir und ich konnte pro eroberten Strohhalm die Gruppen näher an das gegnerische Versteck führen. Aber keine Gruppe fand des anderen Versteck und so ging ich mit allen Kindern zusammen nachschauen wo die Schatze versteckt waren. Bis zum Abendessen konnten die Kinder sich frei auf unserer Etage bewegen und spielen. Die Jungs hatten es sich auf der Couch gemütlich gemacht und einige Mädels schrieben Tagebuch oder spielten.
Um 18 Uhr gab es Abendbrot. Heißer Tee und leckere Butterbrote, oder noch mal warmes Essen. Hinterher ging ich noch mal zur Pforte im nach dem Schwimmbadschlüssel zu fragen, aber der war immer noch nicht aufgetaucht. Um 19 Uhr bestellte ich alle Kinder in den Aufenthaltsraum. Wir hatten vormittags ja Zweige gesammelt. Diese brauchten wir nun um Naturbilder zu gestalten. Zwei Stunden halfen uns sogar die Jungs einigen Mädels den Draht zu binden. Danke Jungs, ihr ward tapfer. Habt ihr richtig toll gemacht. Alle Naturbilder sind in der Bildergalerie zu sehen.
Um 22 Uhr versammelten wir uns in dem großen Gruppenraum und der selbst geschriebenen Geschichte von Karl Hein Köckeritz zu lauschen. "Mord in Kloster Steinfeld" hieß sie und die Kinder mussten hinterher erraten wer der Mörder war. Danke Kalle, du hast sie alle zum Nachdenken gebracht. Die kleinen Mädels, sowie die großen Jungs. Gut das du hinterher aufgeklärt hast ob die Geschichte Wahr oder Unwahr ist.
Ich hatte schon einige Richtung Pater Lambertus gehen sehen die nach dem giftigen Strauch fragen wollten. Und ob im Januar 2009 wirklich ein Mord passiert ist im Kloster. Aber du hast es aufgeklärt und du konntest einigen Kindern die Erleichterung anmerken das die Geschichte von dir erfunden wurde. Danach ging es ab in die Betten. Diese Nacht waren die Kinder auf jeden Fall viel Leiser als in der Vornacht. Ob sie sich immer noch Gedanken gemacht haben ob die Geschichte doch wahr sei, man weiß es nicht. Um 24 Uhr waren auf jeden Fall alle am schlafen.
Sonntag 25.10.2009
Mit dem Schwimmen nach dem Frühstück wurde leider auch diesmal nichts. Wie wir in Erfahrung bringen konnten, war im Schwimmbad kein Wasser. Logisch das der Schlüssel nicht auffindbar war. Wir gingen mit den Kindern auf die große Wiese im Kloster und spielten Verstecken. Max hatte ein ganz besonderes Versteck, wie man in der Bildergalerie sehen kann.
Durch Max angeregt, spielten wir ein Paar Runden Bewegungstheater. In meiner Ausbildung zur Kinderpflegerin hatte ich einen Kurs dafür belegt und fand, dass wir damit bestimmt viel Spaß bekommen werden. Wie kann man Dinge Darstellen die sich nicht bewegen?
Die Kinder machten den Kölner Dom nach, einen Bus, einen Spiegel, Spagetti und vieles mehr (siehe Bilder). Karl Heinz Wolf hatte das Spiel wohl nicht ganz verstanden und wollte immer ein Känguru nachmachen ( Karl Heinz, das lebt doch, das geht nicht).
Die Betreuer sollten eine Dusche darstellen und Karl Heinz machte den Menschen unter der Dusche nach ( Nicht den Menschen Karl Heinz, die Dusche). Wir hatten auf jeden Fall sehr viel Spaß bis kurz vor dem Mittagessen (Braten mit Pflaumenfüllung, Kroketten, Gemüse). Nach dem Mittagessen mussten wir auch schon schauen das wir alle Zimmer sauber bekamen und Koffer packen. Um 13:45 Uhr machten wir uns auf den Weg runter nach Urft um den Zug um 14:36 Uhr zu bekommen. Geschafft vom ganzen Wochenende kamen wir um 15:45 Uhr auf Gleis 1 im Kölner Hbf an. Dort wurden die Kinder von ihren Eltern abgeholt.
Ein sehr schönes Wochenende das uns die Kinder wieder ein Stück näher gebracht hat. Die Kinder unter sich haben sich mal richtig kennen lernen können. Wir waren uns einig, dass wir das nächstes Jahr wiederholen wollen.
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